Sich durchsetzen


Sich durchzusetzen, kann in sehr unterschiedlichen Situationen notwendig sein. Je nach Ausgangslage geht es eher darum, Forderungen zu stellen (in Situationen, wo man im Recht ist und etwas verlangen kann), Wünsche zu äussern (wenn man in einer Beziehung sein Bedürfnis befriedigt haben möchte) oder sich selbst gut dazustellen (wenn man jemanden um einen Gefallen bitten will). Wer sich in diesen Situationen nicht behaupten kann, bietet möglicherweise auch Angriffsflächen für Mobbing. Durchsetzungsfähigkeit bedeutet aber grundsätzlich auch, mit Kritik umgehen zu können.

Forderungen stellen (Recht durchsetzen)

Wo das Recht eindeutig und auf der eigenen Seite ist, kann es auch eingefordert werden (Garantieleistungen, Abmachungen einhalten, Einhaltung von Ruhezeiten usw.). Dies sollte freundlich und bestimmt, aber auch beharrlich geschehen.

Wünsche äussern

Zwei Menschen haben immer unterschiedliche Wertsysteme, deshalb kann um die Befrie­digung von Bedürfnissen oder die Erfüllung einer Bitte in einer gleichberechtigten Beziehung bloss höflich gebeten werden. Statt sich einseitig durchzusetzen, sollte die eigene Befind­lichkeit so dargestellt werden, dass sie das Gegenüber nachempfinden und verstehen kann. Gleichzeitig sollten die Befindlichkeiten des andern respektiert werden, denn es soll ja auch die Beziehung aufrechterhalten oder sogar verbessert werden.

Um Sympathie werben

Beim Flirten, Verkaufen, wenn die Unterstützung einer Amtsperson erforderlich ist oder in einer fremden Stadt um den Weg gefragt wird – in solchen Situationen braucht es nicht Aufdringlichkeit, sondern Lächeln und die Aufwertung der anderen Person. Ob einem eine unbekannte Person einen Gefallen tun will oder nicht, kann sie selbst entscheiden. Sie wird bereitwilliger auf unser Anliegen eingehen, wenn wir es verstehen, um Sympathie zu werben.

Mit Ablehnung fertig werden

Wer spontan geäusserte Antipathie nicht verträgt und sich davon deprimieren lässt, verliert schnell seine Durchsetzungsfähigkeit. Statt sich provozieren zu lassen, ist es besser, freundlich über spitze Bemerkungen hinweg zu gehen.

Mit Mobbing umgehen (Unangreifbarkeit)

Mit Mobbing werden wiederholte, feindselige Handlungen zur Erniedrigung eines Mitmen­schen bezeichnet. Mit Mobbing umgehen umfasst Elemente wie „sich zur Wehr setzen“, „Probleme ansprechen“, „Mobber auf ihr Verhalten ansprechen“.

Ruth Meyer, Soft Skills fördern, Kapitel 3.4

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